Nestgeflüster

Wenn Püppchens Brüder und die Schwestern, treffen sich im waldig Moos, geht ein Wispern und ein Flüstern, in den Puppenkörbchen los. Ein Gekicher und Gesumm, ringsherum.
Wenn Püppchens Brüder und die Schwestern, treffen sich im waldig Moos, geht ein Wispern und ein Flüstern, in den Puppenkörbchen los. Ein Gekicher und Gesumm, ringsherum.


19. Januar 2012

Es ist spät geworden




Der Januar ist fast vorbei und mein erstes Nestgeflüster in diesem Jahr kündigt sich reichlich spät an. Mittlerweile verliert sogar mein rosa Weihnachtsstern die Blätter... :-(
Die letzen Wochen waren jedenfalls sehr arbeitsintensiv, denn neben dem Puppenhandwerk, habe ich so viel geschrieben wie lange nicht mehr.
Da wäre zum Beispiel unser Fragekatalog, den ich jeden Montag, auf der Zauberhaften Puppenwelt, um eine Frage/Antwort rund um unsere Puppen erweitere oder mein Arbeitsbuch, in dem ich jeden Tag ausführlich festhalte, was ich getan habe - das ist jedenfalls einer meiner guten Vorsätze, den ich mir für 2012 vorgenommen habe ( meine Euphorie zum Jahresende ist in dieser Hinsicht unerschöpflich).
Ich habe dieses Arbeitsbuch von meiner Mutter übernommen, die es sich Ende letzten Jahres zugelegt hat, um ihre Arbeitszeit besser zu organisieren. Doch nachdem sie die erste Januarwoche im Kalender vollgeschrieben hatte, meinte sie, dass sie sich von dieser Arbeitsmethode zu sehr unter Druck gesetzt fühlt. Sie teilt sich ihre Arbeiten lieber frei ein und sieht was der nächste Tag bringt.
So ähnlich habe ich es bisher auch gehandhabt. Die Organisation fand nur in meinem Kopf statt. Das Dumme war nur, dass ich nie zurück verfolgen konnte, was ich in einer Woche, in einem Monat geleistet hatte. Ich fragte mich stets, wo die Zeit geblieben ist, und warum ich all die Dinge, die ich mir ursprünglich vorgenommen hatte, nicht geschafft habe (meistens natürlich auch deshalb, weil ich mir zuviel aufgelastet hatte).
Weil ich nun aber einen Überblick bekommen möchte, habe ich meine Mutter gebeten, mir diesen äußerst sinnvollen Kalender zu überlassen.
Auf der linken Seite hat er für jeden Wochentag eine breite Spalte vorgesehen und die rechte Seite ist schlicht liniert und bietet reichlich Platz für Notizen.
Da meine Mutter aber wie oben erwähnt, die erste Januarwoche bereits in Beschlag genommen hatte, musste ich die Pläne für meine erste Arbeitswoche auf der Seite davor, also für den Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr festhalten.
Mittlerweile stimmt das Datum aber wieder und ich kann den Kalender auf meine Art und Weise führen.
Anstatt mir jeden Tag aufzuschreiben, was ich am nächsten Tag schaffen möchte, notiere ich abends nur das, was ich auch wirklich erledigt habe.
Jeden Sonntag erstelle ich dann auf der rechten Seite einen groben Wochenplan, auf dem ich skizziere wie viele Puppen ich nähen möchte ( für welchen Kunden, für welche Kollektion) oder welche Büroarbeiten, Botengänge zur Post erledigt werden müssen.
Einige Dinge wiederholen sich zudem jede Woche: Puppen fotografieren, Neuheiten schreiben, Bilder bearbeiten und den Fragekatalog fortsetzen.
In der Regel bin ich mit all diesen Aufgaben gut beschäftigt, doch für den Fall, dass ich eine Sache verschieben muss wie z.B die neusten Puppen zu fotografieren, beziehe ich in meinen Wochenplan ein Wunschprojekt mit ein.

In der ersten Januar Woche wollte ich einen neuen Puppentyp ausprobieren, mit dem ich schon lange liebäugel.



Dieser Puppentyp, (bisher ist nur der Kopf entstanden), hat kein aufgesticktes Gesicht ( also mit farbigen Garn für die Augen und den Mund) sondern zeichnet sich durch plastische Lippen, ( wie auch die Nase) und aufgemalte Augen aus.
Leider sind die alten Stofffarben meiner Mutter eingetrocknet, so dass ich die Augen bisher noch nicht aufmalen konnte.
Im Moment bin ich darüber aber nicht allzu traurig, weil das Malen eine ruhige Hand erfordert und der kleinste Fehler den Puppenkopf ruinieren kann.
In dem Fall muss man den Trikot ( der sorglich festgenäht ist) abtrennen und den Kopf wieder mit neuem Stoff bespannen.
Es stellt also ein gewisses Wagnis dar, das ich gerne noch ein Weilchen vor mich herschieben möchte, auch auf die Gefahr hin, dass es die nächsten Monate überdauert.
Apropos "verschieben". Vor Weihnachten habe ich einen tollen Spruch gelesen, der genau das beschreibt.

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.
Marie von Ebner-Eschenbach

Dazu habe ich beim nächsten Mal auch noch ein Wörtchen zu sagen ;-)


Liebe Grüße
Christina



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